ERWIN sucht die bessere Lösung ...
Die Mönchengladbacher Bürgerinitiative "ERWIN" hat ein seltsames Verhältnis zum Eisenbahnbetrieb. Dieser Verein möchte scheinbar den Eisenbahnverkehr durch Mönchengladbach grundsätzlich stoppen. Zu dieser Erkenntnis muss man kommen, wenn man einen Artikel im Anzeigenblatt EXTRA-Tipp liest. ERWIN ist der Meinung, dass die Güterzüge, die den Eisernen Rhein befahren könnten (oder werden), eine Lautstärke von 95 dB erreichen und somit die neuen EU-Lärmgrenzen von 65 bzw. 55 dB eindeutig überschreiten. Dies könnte, so ERWIN, eine Klagewelle der betroffenen Bürger verursachen.
Zugegeben, Güterzüge sind nicht gerade leise. Aber: sie fahren doch schon? Täglich durchqueren etwa 30-50 Güterzüge der Relationen Venlo-Köln und Duisburg/Neuss-Aachen unsere Stadt Mönchengladbach. Wenn es also nach ERWIN ginge, wäre jeglicher Güterverkehr durch Innenstädte ein Grund zur Klage (zur richtigen Klage vor Gericht wohlbemerk).
Des Weiteren bringt die Initiative ERWIN immer wieder eine Neubaustrecke für den Güterverkehr ins Gespräch, wie zum Beispiel eine Strecke entlang der A40 (Venlo-Duisburg). Abgesehen davon, dass noch niemand (wir haben nachgefragt) auch nur einen Entwurf einer Streckenführung vorlegen kann, wird der Kostenvergleich einer Neubaustrecke mit dem Eisernen Rhein als "interessenmotivierte Milchmädchenrechnung" bezeichnet. ERWIN nennt in einem Vortrag vom April 2005 eigene Zahlen: Man rechnet vor, dass eine Neubaustrecke 6,5 Millionen Euro pro Kilometer kostet. Zum Vergleich: die Betuweline Rotterdam-Emmerich wird laut eigener Internetseite 4,6 Milliarden Euro kosten. Bei 160 Kilometern Gesamtstrecke kommen wir da auf etwa 28 Millionen Euro pro Kilometer.
Die Kapazität einer solchen Neubaustrecke würde auf niederländischer Seite bei Venlo ausgebremst, weil kein ebenso leistungsfähiger Anschluss besteht. Die Strecke wäre also nicht auslastbar. Eine belgische Anbindung kann es aus geografischen und politischen Gründen nicht geben. Der Eiserne Rhein (mit dem Recht der Belgier) gilt laut Schiedsgerichtsurteil nur auf der historischen Trasse.
Apropos historische Trasse. Der Eiserne Rhein ist kein Einzelfall, was die historische Trasse angeht. In Deutschland werden wahrscheinlich (wir haben es nicht nachgemessen) mehr als 90% des gesamten Betriebes auf historischen Trassen abgewickelt. Die meisten Trassen wurden zwischen 1850 und 1890 angelegt und heute noch so wie damals genutzt.
Mehr Infos zum Thema Lärmschutz bei der Eisenbahn gibt es in der Schallschutzbroschüre der Deutschen Bahn AG, woraus auch die beiden Grafiken entnommen wurden.


Zugegeben, Güterzüge sind nicht gerade leise. Aber: sie fahren doch schon? Täglich durchqueren etwa 30-50 Güterzüge der Relationen Venlo-Köln und Duisburg/Neuss-Aachen unsere Stadt Mönchengladbach. Wenn es also nach ERWIN ginge, wäre jeglicher Güterverkehr durch Innenstädte ein Grund zur Klage (zur richtigen Klage vor Gericht wohlbemerk).
Des Weiteren bringt die Initiative ERWIN immer wieder eine Neubaustrecke für den Güterverkehr ins Gespräch, wie zum Beispiel eine Strecke entlang der A40 (Venlo-Duisburg). Abgesehen davon, dass noch niemand (wir haben nachgefragt) auch nur einen Entwurf einer Streckenführung vorlegen kann, wird der Kostenvergleich einer Neubaustrecke mit dem Eisernen Rhein als "interessenmotivierte Milchmädchenrechnung" bezeichnet. ERWIN nennt in einem Vortrag vom April 2005 eigene Zahlen: Man rechnet vor, dass eine Neubaustrecke 6,5 Millionen Euro pro Kilometer kostet. Zum Vergleich: die Betuweline Rotterdam-Emmerich wird laut eigener Internetseite 4,6 Milliarden Euro kosten. Bei 160 Kilometern Gesamtstrecke kommen wir da auf etwa 28 Millionen Euro pro Kilometer.
Die Kapazität einer solchen Neubaustrecke würde auf niederländischer Seite bei Venlo ausgebremst, weil kein ebenso leistungsfähiger Anschluss besteht. Die Strecke wäre also nicht auslastbar. Eine belgische Anbindung kann es aus geografischen und politischen Gründen nicht geben. Der Eiserne Rhein (mit dem Recht der Belgier) gilt laut Schiedsgerichtsurteil nur auf der historischen Trasse.
Apropos historische Trasse. Der Eiserne Rhein ist kein Einzelfall, was die historische Trasse angeht. In Deutschland werden wahrscheinlich (wir haben es nicht nachgemessen) mehr als 90% des gesamten Betriebes auf historischen Trassen abgewickelt. Die meisten Trassen wurden zwischen 1850 und 1890 angelegt und heute noch so wie damals genutzt.
Mehr Infos zum Thema Lärmschutz bei der Eisenbahn gibt es in der Schallschutzbroschüre der Deutschen Bahn AG, woraus auch die beiden Grafiken entnommen wurden.

