Betuweroute mit Problemen / Bahnchef zum Eisernen Rhein
23. Mar. 2006 16:50 Gespeichert in:Politik
In den Niederlanden streitet man sich im Moment heftig um die Betuweroute. Eigentlich sollte ein Betreiberkonsortium der Häfen Rotterdam und Amsterdam sowie den Unternehmen ProRail und TowRail die Strecke betreiben. Doch die Gesellschafter konnten sich nicht einigen. Nicht zuletzt deshalb, weil durch die gigantische Kostenexplosion von 800 Millionen auf 6 Milliarden Euro die Rentabilität sehr fraglich ist. Die niederländische Verkehrsministerin Peijs hat deshalb ohne Rücksprache mit dem Parlament entschieden, ProRail solle allein die Strecke betreiben. Doch das Parlament fühlt sich übergangen und reagiert empört. ProRail selbst ist bisher in den Niederlanden für das gesamte Streckennetz verantwortlich. Man möchte jedoch die Betuweroute nur in einer speziellen Tochtergesellschaft betreiben. Wahrscheinlich, damit die vorprogrammierten Verluste nicht ProRail direkt treffen. Allein die jährlichen Unterhaltungskosten der Strecke belaufen sich auf über 75 Millionen Euro. Doch so ganz genau weiss das noch niemand.
Auf der anderen Seite der Grenze, in Deutschland, wird es vorerst kein drittes Gleis bis nach Oberhausen geben. Bahnchef Mehdorn hat heute in Düsseldorf zum Bahnstandort NRW erklärt, dass der Ausbau in der mittelfristigen Investionsplanung nicht enthalten sei. Man wolle den zu erwartenden Verkehrszuwachs durch Modernisierung und Blockverdichtung auffangen.
Zum Eisernen Rhein erklärte Mehdorn, er sehe keinen Bedarf für neue Gutachten. Er würde die Strecke gern in Betrieb nehmen.
In NRW wird immer wieder als Alternative zur historischen Route des Eisernen Rheins eine Neubaustrecke ins Gespräch gebracht, ähnlich der Betuweroute. Angesichts der enormen Kosten, die eine solche Strecke nicht nur bei Bau und Planung mit sich bringt, kann man sich vorstellen, dass in Berlin, wo die Entscheidungsbefugnis zum Eisernen Rhein liegt, kein besonderes Interesse an einer Neubaustrecke vorhanden ist.

Auf der anderen Seite der Grenze, in Deutschland, wird es vorerst kein drittes Gleis bis nach Oberhausen geben. Bahnchef Mehdorn hat heute in Düsseldorf zum Bahnstandort NRW erklärt, dass der Ausbau in der mittelfristigen Investionsplanung nicht enthalten sei. Man wolle den zu erwartenden Verkehrszuwachs durch Modernisierung und Blockverdichtung auffangen.
Zum Eisernen Rhein erklärte Mehdorn, er sehe keinen Bedarf für neue Gutachten. Er würde die Strecke gern in Betrieb nehmen.
In NRW wird immer wieder als Alternative zur historischen Route des Eisernen Rheins eine Neubaustrecke ins Gespräch gebracht, ähnlich der Betuweroute. Angesichts der enormen Kosten, die eine solche Strecke nicht nur bei Bau und Planung mit sich bringt, kann man sich vorstellen, dass in Berlin, wo die Entscheidungsbefugnis zum Eisernen Rhein liegt, kein besonderes Interesse an einer Neubaustrecke vorhanden ist.
