Der 1. April, die Tage danach und was wirklich läuft ...

Da haben sich doch so manche aufs Glatteis führen lassen. Zu den zahlreichen Reaktionen, die wir aufgrund unseres Aprilscherzes erhalten haben, gehörte auch des Öfteren "das gibt's doch gar nicht", "unglaublich" oder "warum weiß ich davon nichts" (ein Kommunalpolitiker). Doch so unglaublich, wie es scheint, ist es nicht. Denn eine Wiederinbetriebnahme des Eisernen Rheines kann in der Tat so einfach und unkompliziert erfolgen, wenn die Niederlande ihre Blokadepolitik aufgeben würden.

In der Realität tut sich auf der Gesamtstrecke im Moment eher weniger. Nach einem kurzen Schaulaufen der NMBS am 15.03.2007 und einer Ankündigung von DLC, nun die Strecke von Antwerpen bis Roermond regelmässig zu nutzen, hat man nach wenigen Monaten kurzerhand den Betrieb wieder eingestellt. Zu kompliziert erschien das dreimalige Kopfmachen in Roermond, Venlo und Viersen. Jedes Mal mussten sich die Güterzüge wieder in den laufenden Verkehr einreihen. Der Zeitgewinn gegenüber der Montzenroute war minimal. Auch auf die Ankündigungen von DLC und der NBMS bzw. B-Cargo hin, ab Dezember 2007 weitere Güterzüge fahren zu lassen, passierte bisher nichts. Es fehlt für eine sinnvolle Nutzung des Eisernen Rheines lediglich der 16,5 Kilometer lange Abschnitt zwischen Roermond und der deutsch-niederländischen Grenze bei Vlodrop/Dalheim.