Ein neuer Güterbahnhof für Roermond – am Eisernen Rhein?
Ist es Zufall oder von langer Hand geplant? Schafft es ein einzelner Logistikbetrieb, den jahrelangen Stillstand in Sachen Eiserner Rhein abrupt zu beenden und die Niederlande bzw. Roermond zu einer grundlegenden Positionsänderung in der Eisernen-Rhein-Politik zu bewegen? Der niederländische Journalist Henri Haenen hat recherchiert.
Fakt ist: EDCO, ein niederländisches Logistikunternehmen aus Eindhoven will ein weiteres grosses Lager- und Umschlagzentrum an der Grenze zu Deutschland bauen. Bisher war es immer Venlo, das um solche Unternehmen gebuhlt hat. Doch seit fest steht, dass Venlo am Wiederaufleben des Eisernen Rheines keinen Anteil haben wird (A40-Trasse scheidet aus), scheint nun zwangsläufig Roermond der richtige Standort für EDCO zu sein.
Seit einigen Monaten bemüht sich EDCO um einen Platz in der Nähe von Roermond, und – gewollt oder ungewollt – in der Nähe des Eisernen Rheines. Anwohner und eine Bürgerinitiative streiten sich nun mit den Behörden und EDCO über die Lage im Roerstreek und die Höhe der Gebäude. Es geht immerhin um Gelände in der Grösse von 50 Fussballfeldern und um sehr viele LKW-Fahrten.
Offiziell hüllen sich Stadtverwaltung, Medien und EDCO in Schweigen, denn es scheint um mehr zu gehen. Etwas, was den Roermondern irgendwie peinlich zu sein scheint. Denn Roermond will EDCO mehr bieten, als nur eine Zufahrtsstrasse. Soll der Verkehr von der Strasse auf die Schiene wechseln, braucht Roermond ein neues Güterterminal für Containerzüge. Und wo soll das wohl liegen? Natürlich am Eisernen Rhein mit bestem Anschluss zum Hafen Antwerpen und nach Deutschland. Parallel zum Gewerbegebiet Roerstreek verläuft der Eiserne Rhein. Dort ist zwischen Roermond und Herkenbosch genug Platz für diesen neuen Bahnhof (siehe Foto). Kommt dieser Bahnhof, ist ein Tunnel unter das Meinweg-Gebiet unmöglich und die historische Strecke über Dalheim wäre auf einmal auch für die Niederländer erste Wahl. Und zwar genau so, wie sie 1879 in Betrieb gegangen ist.

Übrigens kostet eine Instandsetzung des deutschen Abschnitts zwischen Dalheim und Mönchengladbach nicht 100 Millionen Euro, wie zur Zeit überall geschrieben wird, sondern nur weniger als 5 Millionen Euro. Dies ist das Ergebnis der IGVP-Studie aus dem Jahr 2005.
Die Situation ist vertrackt. Der Eiserne Rhein schafft es, die Grundeinstellungen mancher Bürger und Politiker durcheinander zu wirbeln. Die Gewerbeansiedlung stösst auf Wiederstand wegen des befürchteten LKW-Verkehres. Eine Bürgerinitiative kämpft unter anderem gegen diesen Verkehr. Der Eiserne Rhein könnte den Verkehr auf die Schiene verlagern, doch das wiederum finden andere Initiativen nicht gut. Die Roermond braucht wirtschaftliche Impulse. Der neue Logistikstandort schafft diese Impulse, holt aber hinten herum den Eisernen Rhein hervor, den die Roermonder eigentlich nicht wollen.
Auf deutscher Seite ist aus Kostengründen die historische Streckenführung wieder obenauf. Wenn also die Recherchen von Henri Haenen zutreffen, gibt es im Prinzip keine intelligentere Lösung als die schnellstmögliche Instandsetzung des Abschnitts Roermond-Dalheim. Für die entsprechenden Bahnbau-Unternehmen eine Sache von weniger als 6 Monaten.
Fakt ist: EDCO, ein niederländisches Logistikunternehmen aus Eindhoven will ein weiteres grosses Lager- und Umschlagzentrum an der Grenze zu Deutschland bauen. Bisher war es immer Venlo, das um solche Unternehmen gebuhlt hat. Doch seit fest steht, dass Venlo am Wiederaufleben des Eisernen Rheines keinen Anteil haben wird (A40-Trasse scheidet aus), scheint nun zwangsläufig Roermond der richtige Standort für EDCO zu sein.
Seit einigen Monaten bemüht sich EDCO um einen Platz in der Nähe von Roermond, und – gewollt oder ungewollt – in der Nähe des Eisernen Rheines. Anwohner und eine Bürgerinitiative streiten sich nun mit den Behörden und EDCO über die Lage im Roerstreek und die Höhe der Gebäude. Es geht immerhin um Gelände in der Grösse von 50 Fussballfeldern und um sehr viele LKW-Fahrten.
Offiziell hüllen sich Stadtverwaltung, Medien und EDCO in Schweigen, denn es scheint um mehr zu gehen. Etwas, was den Roermondern irgendwie peinlich zu sein scheint. Denn Roermond will EDCO mehr bieten, als nur eine Zufahrtsstrasse. Soll der Verkehr von der Strasse auf die Schiene wechseln, braucht Roermond ein neues Güterterminal für Containerzüge. Und wo soll das wohl liegen? Natürlich am Eisernen Rhein mit bestem Anschluss zum Hafen Antwerpen und nach Deutschland. Parallel zum Gewerbegebiet Roerstreek verläuft der Eiserne Rhein. Dort ist zwischen Roermond und Herkenbosch genug Platz für diesen neuen Bahnhof (siehe Foto). Kommt dieser Bahnhof, ist ein Tunnel unter das Meinweg-Gebiet unmöglich und die historische Strecke über Dalheim wäre auf einmal auch für die Niederländer erste Wahl. Und zwar genau so, wie sie 1879 in Betrieb gegangen ist.

Übrigens kostet eine Instandsetzung des deutschen Abschnitts zwischen Dalheim und Mönchengladbach nicht 100 Millionen Euro, wie zur Zeit überall geschrieben wird, sondern nur weniger als 5 Millionen Euro. Dies ist das Ergebnis der IGVP-Studie aus dem Jahr 2005.
Die Situation ist vertrackt. Der Eiserne Rhein schafft es, die Grundeinstellungen mancher Bürger und Politiker durcheinander zu wirbeln. Die Gewerbeansiedlung stösst auf Wiederstand wegen des befürchteten LKW-Verkehres. Eine Bürgerinitiative kämpft unter anderem gegen diesen Verkehr. Der Eiserne Rhein könnte den Verkehr auf die Schiene verlagern, doch das wiederum finden andere Initiativen nicht gut. Die Roermond braucht wirtschaftliche Impulse. Der neue Logistikstandort schafft diese Impulse, holt aber hinten herum den Eisernen Rhein hervor, den die Roermonder eigentlich nicht wollen.
Auf deutscher Seite ist aus Kostengründen die historische Streckenführung wieder obenauf. Wenn also die Recherchen von Henri Haenen zutreffen, gibt es im Prinzip keine intelligentere Lösung als die schnellstmögliche Instandsetzung des Abschnitts Roermond-Dalheim. Für die entsprechenden Bahnbau-Unternehmen eine Sache von weniger als 6 Monaten.