Raad van State beschließt "Fahrverbot" Budel - Weert

Der „Raad van State“ hat beschlossen, dass der Streckenabschnitt Budel - Weert vorerst nicht weiter benutzt werden darf. Begründet wird dies mit den unklaren Auswirkungen des Bahnverkehrs auf die Natur in diesem Abschnitt. Die Milieufederatie Limburg hatte bereits 2006, als die Aufarbeitung dieses Abschnitts anstand, Einspruch eingelegt, doch das Umweltministerium sah seinerzeit keine rechtliche Möglichkeit, Aufarbeitung und Betrieb zu untersagen.

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Dieses „Fahrverbot“ hat jedoch auf den Betrieb so gut wie keine Auswirkung, weil es zur Zeit keine durchgehenden Güterzüge auf diesem Abschnitt gibt. Der nach der Renovierung am 15.03.2007 freigegebene Abschnitt wurde nach Jungfernfahrt nur sporadisch von Güterzügen benutzt. Ob es für die Umwelt besser ist, wenn Güterzüge große Umwege fahren müssen, um an ihr Ziel zu kommen, ist eine andere Frage.

Äußerst fragwürdig an dieser Sichtweise des „Raad van State“ ist folgendes: Links und rechts der Bahnlinie zwischen Budel und Weert befinden sich (von West nach Ost) die Zinkfabrik Nyrstar (früher NedZink), der bis 2006 genutzte Truppenübungsplatz Budel, das Vergnügungszentrum „Weerterbergen“ und das Industriegebiet „De Kempen“, allesamt auf niederländischem Grund. NedZink hat einen Gleisanschluß an den Eisernen Rhein in Budel und wird fast täglich von Belgien aus bedient.

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Das Satellitenbild zeigt die verschiedenen Areale sehr deutlich. Man fragt sich, warum ausgerechnet die Eisenbahn, die zur Zeit so gut wie nicht genutzt wird, die größte Gefahr für die Umwelt bedeuten soll.

Link nach GoogleEarth.