Der Eiserne Rhein kommt

Der Staatssekretär für Staatsunternehmen, Bruno Tuybens, und die niederländische Verkehrsministerin, Karla Peijs, haben sich am Dienstagabend darauf geeinigt, sich schneller als geplant mit einer definitiven Trassenführung des Eisernen Rheins zu beschäftigen. Das hat der SP.A (Flämische Sozialisten) Politiker am Mittwoch in der Kammer der Volksvertreter des belgischen Parlaments während der Haushaltsdebatte erklärt. Tuybens und Peijs beratschlagten während eines Treffens am Dienstagabend über die Eisenbahnverbindung, die den Hafen von Antwerpen mit dem deutschen Ruhrgebiet verbinden soll. Belgien und die Niederlande waren bereits vorher zu einer Einigung über den definitiven Trassenverlauf gelangt: Das Naturschutzgebiet De Meinweg soll untertunnelt und die historische Trasse, die nun quer durch Roermond läuft, um die Stadt herum geleitet werden.

Die beiden Regierungsmitglieder kamen laut Tuybens zu dem Ergebnis, die definitive Trasse schneller in Angriff zu nehmen. Ausgehend von den veranschlagten dreizehn Jahren bis zur geplanten Fertigstellung, soll die Strecke nun inerhalb der kommenden elf Jahre vollständig modernisiert werde, erklärte der Staatssekretär.

Über einen zeitweilig beschränkten Gebrauch der Trasse gibt es noch keine Übereinstimmung. Der Antwerpener Hafen und Tuybens verweisen nachdrücklich auf die Bedeutung des Eisernen Rheins, um LKW von der Strasse zu holen. In den Niederlanden, vor allem in Roermond stösst dieser Gedanke auf Widerstand.